Otedama – japanische „Jonglierbälle“

Heute möchte ich euch Otedama vorstellen, es macht wirklich Spaß, sie zu nähen und das Gute ist, sie sind auch für Anfänger geeignet!
Aber was sind diese Otedingsbumsdinger?

„Otedama“ von 手 て te: Hand, 玉だま dama Kugel, ist ein traditioneller Spielball für ein japanisches Mädchenspiel, welches in der Regel mit den Händen gespielt wird.

Ursprünglich wird beim Spielen ein Lied gesungen, wobei der Ball (sofern man mehrere nimmt, auch die Bälle)hierzu im Rhythmus „jongliert“ wird. Dabei muss er stets in Bewegung bleiben.

Heutzutage gewinnt er in Japan immer mehr an Beliebtheit, in der Jugend als Zeitvertreib, im Alter als Prävention vorm „Einrosten“.

Weitere Bezeichnungen sind auch „Makura“ und „Shiawase“; sie bezeichnen die Verarbeitung der Bälle.

Was ihr benötigt:

– Baumwollstoff mit der Größe 10×17; es muss aber nicht genau sein, Hauptsache die Ränder sind halbwegs gerade. Nimmt ihr größeren Stoff, wird euer Ball auch größer.
– Nähgarn
– Nähnadel oder Nähmaschine
– Füllmateriel wie Reis, Hirse (für schwerere) oder Lavendel, Couscous (für leichtere); alternativ geht auch so ein Füllgranulat, allerdings finde ich, das riecht nicht besonders gut und ist nicht so ökologisch.

Zunächst legt ihr den Stoff so vor euch:

Otedama

Danach klappt ihr ihn rechts auf rechts zusammen, sodass die Innenseite sichtbar ist:

zusammengekl

Anschließend vernäht ihr die Ränder und spart dabei ein kleines Stück aus, damit ihr den Beutel im Anschluss auf rechts krempeln könnt:

In der Maschine

Offene Naht

fertig genäht

Dann krempelt ihr das Stück um:

auf links

Befüllt es, am besten mit einem, zu einem Trichter zusammengerollten, Stück Papier:

füllen

So siehts von oben aus:

Füllung

Jetzt habe ich vergessen, euch zu zeigen, wie man den Rest zusammennäht. Das Foto folgt noch dieses Wochenende. Ihr näht das offene Stück mit einem sogenannten „Sofastich“ oder auch als „Leiterstich“ bekannt, zusammen. Sieht schwierig aus, aber ganz ruhig bleiben, es ist wirklich einfach! Und wenn ihr es das erste Mal geschafft habt, werdet ihr die Art des Nähens lieben! Den Schritt macht man übrigens nur mit der Hand 🙂
Im Anschluss näht ihr die Spitzen an den schmaleren Seiten zusammen und wenn man möchte, näht man diese dann auf dem Ball ebenfalls fest. Ich mache das immer, so ist die „Gefahr“ geringer, dass ich daran hängen bleibe. Dazu näht ihr einfach die zusammengefügten Spitzen an einer Stelle auf dem Ball fest. ich bevorzuge es, wenn die Spitze, an der die Naht oben ist, die untere Spitze bildet; so sieht das Ganze direkt sauberer aus.


Fertig

Nebenbei angemerkt: In Japan gibt es tatsächlich auch Wettbewerbe mit diesen Bällen, wo man auch verschiedene Grade erhalten kann, wie man sie auch im Kampfsport findet! 🙂

Falls ihr Interesse an einem der Bälle habt, so könnt ihr bei Chaoselfe im Blog zu ihrem Bloggeburtstag einen gewinnen 🙂 Dem Gewinner werden verschiedene Stoffe und Füllungen zur Auswahl stehen.

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