Planmäßig Vokabeln lernen – oder das harte Leben einer Sprachverrückten

Sprachen kann man nicht einfach lernen, indem man nur den Unterricht besucht und Zuhause nichts tut, nein, man muss daheim auch Vokabeln lernen und die Grammatik wiederholen und verinnerlichen, am besten mit Beispielsätzen. Mein Ziel ist es, Ende des Jahres zumindest den JLPT 4 abzulegen, da der 5er über die Zeit zu leicht geworden ist. Ob ich das schaffen werde, weiß ich noch nicht.
Also werde ich jetzt erstmal wiederholen und zwar mithilfe meiner Kanjikarten, die ich vor geraumer Zeit mal bestellt habe, nämlich diesd hier:

Die Karten sind wirklich gut! Auf ihr ist eine Strichreihenfolge der Kanji zu sehen, sechs Komposita oder Wörter mit diesem Kanji, die Strichzahl des ganzen Zeichens sowie der einzelnen Radikale und auf der Rückseite die häufigsten Aussprachen des Zeichens, die Umschrift der Vokabeln von der Vorderseite in Hiragana (das heißt, man sollte sie sicher beherrschen können! ) und dessen Übersetzung auf Englisch, weshalb man sich die Zeichen vorher übersetzen sollte oder eben nicht, wenn man Englisch beherrscht.
Mein Plan ist es, jeden Tag fünf Karten zu wiederholen oder neu zu lernen. Da auf jeder Karte sechs Vokabeln vorhanden sind, heißt dies 30 Vokabeln pro Tag für mich; als Sinologiestudentin sollte das eigentlich ein Klacks sein. Ich weiß, dass ich dieses Projekt vor einiger Zeit schon starten wollte, aber Krankheit und zeitintensive Verpflichtung sind dazugekommen. Wenn man aus unbekannten Gründen unentwegt müde ist, obwohl man genug schläft, und in den Vorlesungen oder beim Lernen ständig einschläft oder fast am Einschlafen ist, lässt es sich wahrlich schlecht lernen, weshalb ich damals das Projekt abgebrochen habe. Aktuell gehts mir, was die Müdigkeit betrifft, nicht besser, aber ich will es dennoch versuchen. Fünf Karten, immer wieder eine, lässt hoffentlich mein Kopf zu.

Da ich für diesen Beitrag jetzt etwas länger gebraucht habe, hat sich der Stand natürlich verändert. Insgesamt habe ich jetzt 70 Karten gelernt, das heißt, insgesamt 420 Vokabeln. Heute habe ich sie mehrmals während zwei Busfahrten wiederholt und ich muss sagen, sie sind allesamt kleben geblieben bis auf 3 oder 4 Wörter, an die ich mich mal erinnere, mal nicht. 🙂 Gut, zugegeben, einen guten Teil kannte ich bereits, aber es waren durchaus viele neue dabei, vor allem Vokabeln des Alltags, die ich in den bisherigen Lehrbüchern vermisst habe.

Mal sehen, ob ich nicht ein paar Rezensionen zu verschiedenen Lehrwerken schreiben werde, da bisher schon so viele durch meine Hände gegangen sind, jedes mit seinen Stärken und seinen Schwächen, eines davon war sogar ohne jegliche Zeichen, die man allerdings für den Alltag in Japan unabdingbar benötigt.

Ihr seht, so schwer ist es gar nicht, japanische Vokabeln zu lernen, solange man nur den Willen hat, jeden Tag ein klein wenig zu lernen!

Kanjiflashcards

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